15.08.2006 Lingener Tagespost
Nichts ist vor ihm sicher
Hobbyfotograf Franz Frieling knipst im Nordhorner Tierpark
Europäischer Wolf
"Du glaubst doch nicht, dass ich den Fasan wieder rausrücke ..." Diese Aussage könnte man beim Anblick des Fotos von Franz Frieling in den Augen des Wolfes vermuten.mgl NORDHORN. Wölfe mit Fasan im Fang, Eulen im Flug, Steinböcke beim Duell - nichts im Tierpark Nordhorn ist sicher vor Franz Frielings Kamera. Es fing alles vor wenigen Jahren mit dem Aufkommen der Digitalfotografie an. "Ich habe mich schon in den 70er Jahren als Hobby-Fotograf betätigt. 2002 habe ich wieder angefangen und die Tierfotografie für mich entdeckt." resümiert der Polizeihauptkommissar.
Frieling verbringt seither viel Freizeit in Zoos. "Der Vorteil an der Tierparkfotografie ist, dass man auch Tiere ans anderen Erdteilen vor die Linse bekommt. Eine besondere Beziehung hegt er zum Nordhorner Tierpark. Dieser habe sich wunderbar entwickelt". In den letzten Jahren sind die Wege gepflastert und die Gehege vergrößert worden. Es gibt auch viele heimische Tiere zu sehen, die manche Leute gar nicht mehr kennen. Ein Besuch im Tierpark lohnt sich wirklich", schwärmt Frieling. Deshalb geht er dort seit Jahren auf Fotosafari, was seit kurzem auch dem Nordhorner Tierpark zugute kommt.
Nachdem Kinder immer wieder nach Tierpostern gefragt hatten, wandte sich die Tierparkleitung an Frieling mit der Bitte um geeignete Fotos. So kam bald eine nützliche Kooperation zustande.
Frieling darf mit seiner Profiausrüstung jederzeit Fotos schießen und erhält dabei vom Tierparkpersonal Unterstützung. Die Tierpfleger bemühen sich, ihre Schützlinge an der richtigen Stelle und zur rechten Zeit zu füttern, so dass Frieling interessante Schnappschüsse machen kann. Im Gegenzug kann der Park auf die umfangreiche Sammlung des Fotografen zurückgreifen. Als Ergebnis der Zusammenarbeit bietet der Zoo jetzt sechs Poster mit Tiermotiven an. Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen können sogar einen Satz Tierbilder umsonst anfordern.
Frieling fotografiert auch in freier Natur, bannt Flora und Fauna auf den Speicherchip. So war er unlängst in einem belgischen Nationalpark zur Naturfotografie unterwegs. Sein Hobby betreibt der Nordhorner "ausschließlich für sich und zur reinen Freude". Allerdings schickt er auch schon mal Aufnahmen zu Fotowettbewerben. So befindet sich in diesem Jahr ein Bild von ihm im Vechtetalkalender der Sparkasse Nordhorn. "Die Auswahl, welche Bilder ich abschicke, trifft auch meine Frau. Sie hat da häufig ein glücklicheres Händchen", meint Frieling verschmitzt. Welche Ratschläge kann er Einsteigern mit auf den Weg geben? "Man muss viel Geduld mitbringen. Beim Fotografieren selbst sollte man vorher eine genau Vorstellung haben, wie das Bild aussehen soll. Denn so gut die Ausrüstung auch sein mag, es gibt noch keine Kamera mit Motiv-Sucher", so der 57-Jährige.
Fotografieren ist für Franz Frieling zu einer Leidenschaft geworden: Er bannt Flora und Fauna auf den Speicherchip
(Vielen Dank, Herr Glasfort, für diesen interessanten Bericht und das Foto, das mich beim Fotografieren am Gehege zeigt.)
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